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Woche 45 bis 47- tierisch was los

 

 

 

 

 

Ausgenommen man fährt blind durch die Gegend, fällt es einem sofort auf sobald man die Grenze von Nicaragua nach Costa Rica überschreitet. Es ist überall viel grüner und plötzlich fühlt man sich wie in einem Zoo. Vögel zwitschern, Affen brüllen und man darf nicht mehr gedankenlos ins Gras stapfen oder im Fluss baden ohne zu riskieren von einer giftigen Schlange gebissen zu werden oder als Nachspeise eines Krokos zu enden! Genau nach unserem Geschmack!

Wir besorgen uns deshalb einen laminierten Falt- Tieratlas, in der Hoffnung, 2 oder 3 Tierchen zu sehen hier, denn auf Costa Rica hatten wir uns schon lange gefreut. Natürlich wird auch hier illegal gewildert, geholzt und wir hören von einigen
Dingen, die schief laufen, aber doch gibt sich Costa Rica Mühe, und es  hat ein Vielfaches an Tieren als in den Ländern zuvor! Unsere schönen Zoom Objektive kommen hier seit Kanada endlich wieder in Aktion! Wir holen Ursi’s Mutter Margrit am Flughafen ab und begeben uns sogleich in luftige Höhen zum Cerro de la Muerte, ein 3370m hoher Pass.

 

 

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Auffallend in den Bergregionen Costa Ricas ist, wie hellhäutig die Leute sind- teilweise könnten es genau so gut Nordeuropäer sein! Wir wollen die Margrit noch etwas kühl behalten bevor es in die tropische Wärme runtergeht und da auch sie gerne Tiere beobachtet, steht der Quetzal  auf dem Programm.
Im restlichen Zentralamerika fast ausgerottet, findet man diesen heiligen Vogel der präkolumbianischen Kulturen vorallem  in kühlen Nebelwaldregionen. Dazumal stand die Todesstrafe auf die Tötung des Vogels und es wurden nur die Schwanzfedern für die Priester genommen.

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Es dauert nicht lange, bis wir ein Pärchen finden, jedoch wollen sie sich nicht so fürs Foto zeigen wie wir es uns wünschen würden. Naja, vielleicht beim nächsten Mal! Der kalte Nebel zieht nämlich auf und fotografieren wird sinnlos.

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Hinzu kommt, dass Ursi auch schon über die Kälte jammert: nichts wie ab in die tropischen Regionen Richtung Pazifikküste!

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Vögel sind unser Ding und eine Bootstour auf dem Fluss Tarcoles tönt vielversprechend! Eigentlich sind das Boote mit 50 Plätzen, wir sind aber die einzigen Gäste, was uns nur recht ist! Noch hat die Touristensaison nicht angefangen. Die Bootstour ist ein voller Erfolg.

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Margrit, mit Feldstecher ausgerüstet, bekommt eine Brochure mit über 50 nummerierten Vögeln in die Hand gedrückt. Unser Führer ist ein wandelndes Buch und kennt jeden Vogel mit Namen, Nummer und Beschreibung. Margrit ist wie bei einem Bingo Spiel damit beschäftigt, die entdeckten Vögel abzukreuzen und Michel sie abzulichten.

Bis plötzlich Bin Laden vor uns auftaucht!
Bin Laden ist eines der 3 grössten Krokodile in diesem Fluss und misst um die 7m. Er soll recht zahm sein, aber man sieht ihn nur selten, da er sich immer versteckt. Deswegen der Name. Wir dürfen ihn sogar an der Schwanzflosse halten, die übrigens viel weicher ist als sie aussieht! Cooles Erlebnis! Mit ihm schwimmen würden wir dann doch nicht wollen!

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Tyson, der andere Grosse, ist wie der Name schon erahnen lässt, nicht geeignet für den Streichelzoo und Sanchez, den Letzten im Bunde bekommen wir am Schluss auf einer Sandbank zu sehen. Er ist nach einem Ex- Präsidenten des Landes benannt, der überaus faul war und das Land ausgenommen hat. Wie passend! ;)

 

 

 

 

 

Margrit hat sich bereits unglaublich gut an die tropische Wärme gewöhnt und wir wagen eine Wanderung im nahe gelegenen Carara Park. Auch dort, kaum Touristen, dafür viele Tiere. Braune und weisse Fledermäuse, Agutis, der Giftpfeilfrosch, eine Vielzahl von Vögeln und Affen bekommen wir zu sehen! Die Kamera läuft heiss...

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Hier im Carara NP (sowie auch in fast jedem weiteren Park, den wir besuchen) leisten wir uns den Luxus eines Führers. Dies können wir 100%ig weiterempfehlen, denn während wir unseren Blick noch gehörig schulen müssen, ist es jeweils unser Führer, der JEDES Tier entdeckt und jegliche Infos dazu geben kann.

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Eine langer Fahrtag steht uns bevor, wir wollen auf den Vulkan Poas. Bereits früh am Morgen sieht es aus wie derzeit im schweizer Mittelland: kalt und komplett voller Nebel! Wir haben kein Bock auf solches Wetter und ändern den Plan. Ab geht es Richtung Osten nach Sarapiqui. Hier ist die Regenzeit noch voll im Gange, und es ist unglaublich feucht und warm! Es regnet volle 4 Tage, man klebt an den Bettlaken- richtig eklig. Unser Schimmelpilz im Auto erfreut sich mal wieder des Lebens und man kann buchstäblich zugucken, wie er wuchert.
Die Frösche im Wald freut’s aber auch! Und genau die gehen wir auf einer Nachttour besuchen. Diese gefällt uns so gut, dass wir gleich am nächsten Morgen noch eine Tagestour mit Fotoshooting buchen! Frösche waren eigentlich nie unser Ding, aber die Fotos sprechen Bände darüber,  wie toll wir sie seither finden!

Eine Dschungel Nachttour ist für uns Alle auch ein einmaliges Erlebnis welches schon lange auf der Wunschliste stand, und tagsüber werden auf Heliconia Island Vögel mit der Kamera gejagt. Langweilig wird es uns nicht, trotz des Dauerregens.

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Wir sind dann aber doch froh, als wir zum Arenal Stausee kommen, wo beachtlich kühlere Temperaturen herrschen und es nicht mehr so feucht ist. Der Vulkan Arenal zeigt sich auch jetzt wieder und wir besuchen einen sprichwörtlich heissen Tipp von Lukas & Eva, wo es schöne heisse Quellen geben soll. Mitten im Dschungel fliesst ein heisser Fluss, aus dem uns erst der Hunger Stunden später wieder raustreibt!

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Geplant ist ein Stopp beim Schweizer Ulrich. Ein KV Abgänger, der vor Jahrzehnten nach Costa Rica kam und über 100 Hektaren Land kaufte und seine eigene, kleine Schweiz kreierte! Mehrere grosse Bauernhäuser hat er persönlich gebaut. Jeden Tag fährt er mit seinen schweizer Ebi Landmaschinen aufs Feld, wo seine importierten Simmentaler und Braunvieh Kühe grasen. Die Kirche von Wassen hat er auch nachgebaut, und wir gönnen uns eine Fahrt mit dem Zug zum einzigen Drehrestaurant Zentralamerikas. Oben gibt es ein feines Rahmschnitzel mit Kroketten. Wir sind normalerweise nicht unbedingt die Reisenden, die dem heimisches Essen nachtrauern, aber nach 19 Monaten ist es ein Genuss!!!

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Leider ist bereits wieder fertig mit kühlen Temperaturen und wir fahren auf das uns bereits bekannte Tamarindo, wo wir ein paar Tage verbringen, bevor wir etwas weiter südlich in Samara unseren nächsten und letzten Besuch treffen: die Glauser Familie mit Michels‘ Patenkind Lia und der kleinen Leona. Wir gönnen uns mit ihnen 10 Tage lang ein schönes Haus mit super Ausblick.

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Sie und die Kinder können sich akklimatisieren, Margrit kann ihre vielen Erlebnisse verdauen, und wir können uns wieder den nicht enden wollenden Auto- und Schimmelproblemen widmen. Die 25kg Ware, die uns Margrit aus der Schweiz mitgebracht hat, wollen auch noch schlau im Auto verstaut werden. Wir geniessen das Zusammensein und die Vorteile der Sesshaftigkeit in vollen Zügen!
Zu sehen gibt es auch rund ums Haus mehr als genug...

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Ein weitere Höhepunkt ist für uns auch das Schlüpfen der kleinen Schildkröten, deren Mütter vor rund 25 Tagen hier in Ostional zur Eiablage (Bericht 1) erschienen sind.

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So vergehen die 10 Tage im Fluge, und ehe wir uns versehen, sind wir auf dem langen Weg nach San Jose, wo sich Margrit mal wieder mit Übergepäck und unglaublich vielen Erlebnissen von uns verabschieden muss...  Soviele tolle Tiere in freier Wildbahn haben wir noch nie in so kurzer Zeit gesehen und freuen uns auf weitere Wochen in Costa Rica!

 

 

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